Gewappnet sein für herausfordernde, schwere Momente

„Letzte Hilfe“-Kurse des ASB vermitteln Palliativ-Wissen

Wie kann ich einem Schwerstkranken / Sterbenden helfend zur Seite stehen? Welche praktischen Möglichkeiten haben Angehörige in einer solchen Situation? Spezielle Kurse in „Letzter Hilfe“, so der noch neue Begriff, vermitteln Laien für diese herausfordernde Lebenssituation hilfreiches Wissen.

Geht es um Letzte Hilfe, wird ein symbolischer Koffer zum Thema "Meine letzte Reise" aufgemacht - mit Informationsmaterial und Anregungen für Begleiter. Die Kurse vermitteln Laien hilfreiches Wissen und ganz praktische Tipps. | Bildnachweis: ASB Karlsruhe

Liebe Kunden, falls Sie sich das fragen | aktuelle Hinweise

  • An unsere Kurse legen wir im Sinne Ihrer Gesundheit derzeit ein vertieftes Hygienekonzept. Unsere Ausbilder sind besonders unterwiesen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
     
  • Einzelheiten zum Ablauf und den gesundheitlichen Voraussetzungen zur Teilnahme erhalten Sie, wenn wir Ihnen die Anmeldung schriftlich bestätigen. Bis dahin bleiben Sie bitte gesund!
     
  • Vorab so viel: Die Hygiene-Regeln, die zum Schutz für alle Beteiligten gelten, hängen am und im Kursraum gut sichtbar aus. Diese berücksichtigen die Vorgaben des Sozialministeriums des Landes Baden-Württemberg, des aktuellen Arbeitsschutzes sowie der Deutschen Gesellschaft der Unfallversicherer.

Multiplikatoren geben ihr Wissen weiter

Martina Bullmann und Friedgard Förschner, geübt im Vermitteln von Erste-Hilfe-Wissen beim ASB, stellten sich einem Lebensthema. Die Frage, die sie umtrieb: Wie reiche ich jemandem, der an seinem Lebensende steht, mutig und beherzt die Hand? Mit diesem Impuls beschlossen sie: „Wir machen uns schlau.“

Sie nahmen an einem Kurs teil und sind von Letzte Hilfe Deutschland zertifizierte Kursleiter, Motto: „Am Ende wissen, wie es geht“. Als Multiplikatoren geben sie Wissen kompakt an Laien weiter – in sogenannten Letzte Hilfe Kursen. Hintergründe unter: www.letztehilfe.info.

Kurs nach einem einheitlichen Konzept

Entwickelt haben das Konzept der Palliativmediziner, Notfallmediziner und Forscher Georg Bollig und sein Team. Es wird vertreten von der gemeinnützigen Unternehmergesellschaft Letzte Hilfe Deutschland mit Sitz in Schleswig, die uns hierfür auch das Logo bereitstellte.

Die Kurse finden in einem geschützten Raum statt. Zum einheitlichen Konzept gehören vier Module: Sterben als ein Teil des Lebens | Vorsorgen und Entscheiden | Leiden lindern | Abschied nehmen.

Impression vom ersten Kurs am 16./17. November 2018 beim ASB in Karlsruhe. | Bildnachweis: ASB Karlsruhe



„Jeder sollte Erste Hilfe und Letzte Hilfe können“

Das ASB-Mitglieder-Magazin stellte den Ansatz im Interview mit Dr. Georg Bollig vor (Ausgabe Februar 2018). Wer die Kurse besuche, so der Palliativmediziner im ASB-Interview, verringere bestenfalls die eigene Angst vor dem Sterben und empfinde den Umgang damit „als weniger bedrohlich“.

Bollig ist Erste-Hilfe-Ausbilder und Notarzt im Rettungsdienst. Geht es nach ihm, „sollte jeder Erste Hilfe und Letzte Hilfe können“. Dazu gehört, wie Friedgard Förschner in Karlsruhe erklärt, „mit praktischen Maßnahmen das Leiden zu lindern“.

 Termine & Anmeldung für einen Letzte Hilfe Kurs