Mitmachen | Engagement

Bevölkerungsschutz mit Schnell-Einsatz-Gruppen

Ihr Haus wird nach einem Bombenfund evakuiert? Sie stehen im Sommer bei Hitze über Stunden ohne etwas zu trinken im Stau? Dann kann es sein, dass Sie unsere hilfreichen ehrenamtlichen Kräfte aus dem Bevölkerungsschutz kennen lernen. Die Schnell-Einsatz-Gruppen sorgen, wo nötig, für eine Anlaufstelle, Wasser und auch notwendige medizinische Schritte.

Hier ist Team-Spirit Ehrensache. Dank engagierter Helfer steht der ASB Region Karlsruhe bei Großschadenslagen gewissenhaft bereit und löst seinen Auftrag im Bevölkerungsschutz verlässlich ein. | Bildnachweis: ASB Karlsruhe

Einsatz mit kurzer Vorlauf-Zeit

Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG) ergänzen den Rettungsdienst im Bevölkerungsschutz. So kommen die SEG des ASB zum Beispiel bei Busunfällen oder Evakuierungen zum Einsatz. Die SEG haben gegenüber den regulären Einheiten im Bevölkerungsschutz eine deutlich kürzere Vorlaufzeit vom Alarm bis zum Eintreffen am Einsatzort: 15 Minuten sind es in der Regel. Eine Einheit besteht aus sechs bis 15 Helfern.

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Carsten Schmidt

Telefon : 0173 658 19 70

Schmidt(at)asb-ka.de

Koordinator Ehrenamt | Leiter Bevölkerungsschutz | Sanitätsdienst | Schnelleinsatzgruppen | Motorradstaffel

Pforzheimer Str. 27a
76227 Karlsruhe

Vom Alarm bis zum Einsatz und danach | Hintergrund

Bereit sein: Jedes Mitglied hat die Dienstkleidung ständig zur Hand bzw. weiß, wo sie griffbereit liegt: auf der Wache in Durlach im Spind, zu Hause oder auch im Auto.

Sich verständigen: Der Leiter gibt die ihm vorliegenden Infos weiter, die für den Einsatz relevant sein könnten. Je nach Standort entscheidet er, bei wem sich die Anfahrt zur Wache lohnt und bei wem nicht.

Aufbrechen: Geht es darum, Hilfsbedürftige zu betreuen und zu verpflegen, fährt die Schnell-Einsatz-Gruppe mit Mannschafts- und Gerätewagen vom Hof. Das Mannschaftsfahrzeug nennt das Team einfach MTW, das Versorgungsfahrzeug liebevoll „GW Maultäschle“: Der Gerätewagen erlaubt das Zubereiten einfacher, warmer Speisen.

Sind mehrere Verletzte zu transportieren, rückt die SEG mit Rettungs- und Krankentransport-Fahrzeugen an. Sollten viele Verletzte versorgt werden müssen, kommt zusätzlich der so genannte GW SAN zum Einsatz: ein LKW mit Zelten sowie technischem und medizinischem Equipment, um einen Behandlungsplatz einzurichten.

Eintreffen: Die Führungskräfte melden sich bei der Einsatzleitung, die die konkreten Aufträge vergibt. Diese arbeitet die Schnell-Einsatz-Gruppe Punkt für Punkt ab: etwa Verpflegung organisieren, ein Zelt aufbauen, Patienten transportieren, Einsatzkräfte anderer Einheiten am Ort absichern und mit Getränken versorgen oder auch einfach nur warten, bis neue Erfordernisse eintreten.

Kümmern: Um wen oder was man sich kümmert, hängt jeweils vom Einsatzszenario ab. Ein Einsatz kann eine Stunde, einen ganzen Tag oder auch eine Nacht lang dauern. 

Wichtig fürs Verarbeiten: Je nach dem Erlebten setzt der Leiter der Einheit nach dem Einsatz eine Nachbesprechung an.

Drei Arten von Schnell-Einsatz-Gruppen im Überblick

  • SEG Rettungsdienst: rettungsdienstlich ausgebildete Einsatzkräfte, die den "Regelrettungsdienst" mit entsprechenden Fahrzeugen und Materialien unterstützen und ergänzen
     
  • SEG Betreuung: Helfer, die dazu ausgebildet sind, "unverletzte" Betroffene und deren Angehörige zu betreuen
     
  • SEG Notarzt: Notärzte mit Assistenzpersonal für große Schadenslagen

Der Aufruf zum Einsatz erfolgt durch denjenigen, der die Einheit führt - über digitale Funkmeldeempfänger (Piepser) oder telefonisch. Bei einem größeren Bedarf an Kräften wird die Nachricht an die Empfänger im Pool gestreut. | Bildnachweis: ASB Karlsruhe