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Was hat Erste Hilfe mit Ehrenamt zu tun? Sinnvolles tun und Teil einer „wachsenden Familie“ sein: Engagiert beim ASB Karlsruhe

„Erste Hilfe verbindet“, sagt Bernd Rentschler vom ASB. Er koordiniert die Erste-Hilfe-Kurse in der Region und weiß: „Sich lebensrettendes Praxiswissen anzueignen und als Kursleiter weiterzugeben, ist sinnvoll, zufriedenstellend und einfach.

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Wer am Sonntag (15.9.) nach Durlach auf den Marktplatz kommt, erfährt: Erste Hilfe kann jeder! Wir freuen uns auf den ‚Markt der Möglichkeiten‘.“ Ein Rettungswagen des ASB Karlsruhe steht zum Besichtigen bereit. 

120 Freiwillige, darunter viele Kursleiter, zählen zur wachsenden Familie des ASB Karlsruhe mit zudem rund 500 professionellen hauptamtlichen Kräften.

Ein Beispiel ist Andreas Müller. Tagsüber absolviert der 24-Jährige eine Ausbildung zum Notfallsanitäter beim ASB, nach Feierabend oder am Wochenende gibt er sein Wissen ehrenamtlich weiter – wie beim Aktivtag „Ehrenamt zeigt sich“. Das war vor einem Jahr im Juni auf dem Friedrichplatz. Müller übte mit Passanten lebensrettende Sofortmaßnahmen wie die stabile Seitenlage bei Bewusstlosigkeit oder die Herz-Lungen-Wiederbelebung bei Atemstillstand.

Er erinnert sich an die Szenen: „Klar, da muss man sich erst herantrauen, doch wer das Beatmen an unserem Dummy geübt hat, ist erleichtert und merkt: Aha, geht doch!“.

Erste Hilfe ist im Übrigen keine reine Frage des Zutrauens, sondern im Notfall eine Pflicht, die für jeden im Rahmen seiner Fähigkeiten zumutbar und im Bürgerlichen Gesetzbuch verankert ist. Andreas Müller will am Sonntag erneut bereitstehen – zwischen seinen Prüfungen an der Franz-Anton-Mai-Schule für Rettungsdienst des ASB in Mannheim und nach den Praktika an der ASB-Lehrrettungswache in Durlach und denen in einer Karlsruher Klinik.

Pflegebegleiter, Sanitätshelfer, Hundebesitzer, Drohnen- und SEG-Team

Ob von Mensch zu Mensch oder im Verbund mit Technik: Wer Sinnvolles tun möchte, findet beim ASB vor der eigenen Haustüre viele Wege, aktiv zu sein. So haben die Pflegebegleiter für jene, die zu Hause einen Angehörigen pflegen, ein offenes Ohr. Sie bieten zudem einmal monatlich das Café Auszeit für den Austausch an: Im „Pflug“ an der Ochsentorstraße in Durlach gibt es in ungezwungener Atmosphäre Tipps für den herausfordernden Pflegealltag.

Im Projekt Wünschewagen organisieren Helfer Fahrten für schwer erkrankte Menschen, um ihnen in ihrer letzten Lebensphase noch einen Herzenswunsch zu erfüllen.

Geschulte Hundebesitzer besuchen die Häuser und Tagespflegen des ASB, um mit ihren Vierbeinern die Menschen dort ohne Worte, über das Anregen der Sinne aus der Reserve zu locken.

Das Drohnen-Team des ASB hilft in schwer zugänglichem Gelände vermisste Personen zu orten.

Die Schnell-Einsatz-Gruppe vom ASB-Bevölkerungsschutz rückt zum Beispiel aus, um Menschen im Stau medizinisch und mit Getränken zu versorgen: An einem heißen Tag im Juli hatten die Helfer kurzfristig 1.800 Flaschen Wasser und Saft in Supermärkten und bei Discountern beschafft und auf der A5 zwischen Durlach und Weingarten verteilt – für den Geschäftsführer des ASB Karlsruhe Daniel Groß „ein toller Erfolg! Bei uns kann, wer will, über die wichtigen sozialen Medien hinaus, eben auch ganz real Gemeinschaft erleben“. 

ZU UNSEREN FOTOS:

1 | Überzeugt vom Sinn des Ehrenamts: Der Leiter des Erste-Hilfe-Ausbildungsteams Bernd Rentschler und die Kursleiterin Alisha Rapp werben dafür, sich lebensrettendes Wissen anzueignen und an Andere weiterzugeben. Die 22-Jährige aus Untergrombach ist ehrenamtlich beim ASB aktiv. 

2 | Engagiert für den Aha-geht-doch-Effekt: Wie einfach lebensrettende Sofortmaßnahmen sind, vermittelt der angehende ASB-Notfallsanitäter Andreas Müller – wie hier auf dem Friedrichsplatz beim Aktivtag „Ehrenamt zeigt sich“ am 16. Juni 2018. In seiner Freizeit leitet der 24-jährige Karlsruher ehrenamtlich Erste-Hilfe-Kurse.