Baden-Württemberg e.V. Region Karlsruhe

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Tradition und Moderne beim Richtfest im ASB-Neubau am Brettener Saalbach

Gemeinsam mit vielen Gästen feierten der ASB Region Karlsruhe und die Baufirma am 7. November das Richtfest für die Seniorenresidenz Bretten am Saalbach, laut Oberbürgermeister Martin Wolff ein Haus „in hervorragender Lage“ mit einem „gelungenen Innenhof“.

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Auf der Rampe hinunter in die Tiefgarage riecht es frisch nach Beton. Helfer der Firma Dreßler Bau haben hier und im Rohbau Schilder an die Wände gebracht, die zum „Richtfest“ weisen. Neonröhren lassen einen Gang erkennen, der durch den Keller führt. Spannend.

Der Weg windet sich nach links, nach rechts, und mit einem Mal steht man im Treppenhaus. Handwerker haben Holzlatten an die Treppe montiert: ein Handlauf, provisorisch zur Sicherheit der Gäste. Tageslicht fällt bis hier unten hin und lässt aufatmen: Das „Richtfest“ muss in der Nähe sein! Oben angekommen offenbart sich ein erster Eindruck von der klug geplanten Luftigkeit des Baus.

Zu ebener Erde geht der Blick im Foyer sogleich Richtung Innenhof. Der Raum zur Linken bietet ebenfalls Blick nach draußen zu beiden Seiten. Hier stehen heute Bänke für die Gäste, ein Pult mit Mikro für die Redner. Und draußen baumelt vom Kran, der am Rand des Grundstücks steht, die Richtkrone.

Ein Kranz eigentlich, der mit Grün verziert an einen Adventskranz denken lässt, mit vier, nach oben in die Mitte ragenden Streben jedoch in der Tat wie eine riesige Krone aussieht. Die Firma Dreßler Bau hat diese Krone für heute mit Bändern in vier Farben geschmückt: „Weiß und blau, für uns, die Baufirma“, wie Claus Bismarck, der Polier erklärt, „und Rot und Gelb, den Farben des ASB!“

Er selbst trägt für den besonderen Anlass „Zimmermanns-Kluft“: Cord-Hose und Weste schwarz, das Hemd weiß, gerippt, mit Stehkragen. [Zitate jeweils kursiv]

Zwölf Monate ist’s nun her,
da war hier alles öd und leer.
Ein Pflegeheim sollten wir hier bauen,
wie ihr seht, es hat hingehauen.

Das Grußwort für die Architekten spricht Christian Post (Büro: Architrav-Architekten Fichter – Böttcher – Post PartGmbB). Er bedankt sich bei den Kollegen, Partnern, Statikern, die beim Planen beteiligt waren, und zollt den Bauleuten Respekt für ihre Arbeit. Spontan langer Applaus vom Publikum. Und dann macht Post deutlich, was fünf Jahre zuvor bereits die Richtschnur für die ersten Ideen, Pläne war: „Wir wünschen den künftigen Bewohnern, dass Sie sich hier wohlfühlen!“

Wir wünschen ihm [dem Haus] ein langes Leben,
und mög‘ es immer Menschen geben,
die gutgelaunt in großen Scharen,
hierher zu ihrer Arbeit fahren.

Sandra Hotz ist die erste, die sich schon jetzt auf diese Arbeit freut. In Ubstadt kümmert sie sich als Pflegedienstleiterin um das Wohl der Bewohner im ASB-Josefshaus, aus dem sie stammt. Für gewöhnlich bringt nichts sie aus der Ruhe. Doch der Medienrummel ist neu für sie. „Ich bin noch nie so viel fotografiert worden wie heute“, sagt die Frau, Locken blond, Brille blau, schmunzelt und zuckt kurz mit den Schultern.

Dr. Andreas Bröker, Regionalgeschäftsführer des ASB in Karlsruhe, stellt sie Mitgliedern des Gemeinderats, Journalisten und weiteren Gästen als designierte Leiterin des Hauses vor, in dem nun bis zur Fertigstellung im Sommer 2019 der Innenausbau läuft.

Aus Stuttgart hat sich Karl-Eugen „Charly“ Altdörfer unter die Gäste gemischt. Der stellvertretende Landesvorsitzende des ASB Baden-Würtemberg e.V. steht seit dem ersten Spatenstich im Juli vor einem Jahr zum ersten Mal wieder Am Gottesackertor / Ecke Wilhelmstraße – zufrieden: „Baukörper und Hof ergeben ein gelungenes Ensemble. Ich freue mich bereits auf den Garten.“ Hier könnten Gäste der Tagespflege und Bewohner der Residenz mit Bewegungsdrang geschützt und nur einen Steinwurf von Geschäften wie der belebten City der historischen Stadt entfernt „schöne Momente erleben“, sagt er.

Er bewundere, so Altdörfer, „was in diesem Bau steckt: an Energie, handwerklichem Können und meisterlichem Geschick“. Zu guter Letzt verweist er mit einem stolzen Lächeln um die Augen auf die Historie des Arbeiter-Samariter-Bunds: „Zimmerleute waren unsere Gründerväter!“

Polier Claus Bismarck gilt unser Dank für das Bereitstellen des gern als Schatz gehüteten Manuskripts. Um 16:27 Uhr ist es noch hell in Bretten an diesem sonnigen Novembertag, als der Mann in Schwarz-Weiß knapp unterhalb des Balkons vom zweiten Stock auf dem Gerüst steht und seinen traditionellen Spruch mit einer Art Segen schließt:

Nach altem Brauch und guter Sitte,
Werf‘ ich das Glas nun dort zur Mitte,
Nun Glas, zerspring in tausend Stück‘
und bring dem ASB viel Glück!!


Zu unseren Fotos:
1 | Duo für Bretten: Sandra Hotz (r.) wird die ASB-Seniorenresidenz leiten, an ihrer Seite die künftige Pflegedienstleiterin Natascha Siegler.

2 | Mit Spannung erwartet: Zum Richtfest des ASB-Neubaus am 7. November ging es durch die Tiefgarage, Einfahrt Am Gottesackertor.

3 | Der Rohbau steht: Drei Etagen und der Keller, über den hier der Eingang erfolgt, warten auf die ersten erkundungsfreudigen Gäste.

4 | Krone mit Bändeln: Traditionell geschmückt, stehen die Farben für die Baufirma, die Dreßler Bau GmbH, und den Bauherren ASB.

5 | Ein herzliches Willkommen: Zwanglos empfing Dr. Wolfgang Stüber, ehrenamtlich im Vorstand des ASB, die vielen Richtfest-Gäste.

6 | Türen bereits offen: ASB-Regionalgeschäftsführer Dr. Andreas Bröker freut sich auf das entstehende Team und die Bewohnerschaft.

7 | Spricht für Bretten: Oberbürgermeister Martin Wolff denkt bei dem Neubau an die vielen Seniorinnen und Senioren in seiner Stadt.

8 | Ein Zuhause entsteht: Heike Wesel von der WLH Projekt- und Immobilienentwicklung GmbH freut sich, dass der Bau im Zeitplan ist.

9 | Richtspruch vom Polier: Claus Bismarck, Dreßler Bau GmbH, hält seine Brauchtums-Rede in Traditions-Montur vom Gerüst aus.

10 | Hoch aufs Handwerk: Mit einem „Wort an all die Scharen, die auf der Baustell‘ fleißig waren“, zieht Polier Claus Bismarck seinen Hut.

11 | Planten den Bau: Annemarie Ritter und Christian Post stehen für die Architrav-Architekten Fichter – Böttcher – Post PartGmbB.

12 | An der Richtkrone: Michaela Schmitt und Julia Wittek planten das Richtfest auf Seiten der Dreßler Bau GmbH maßgeblich mit.