Baden-Württemberg e.V. Region Karlsruhe

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Pflegebegleiter des ASB laden zu Infoabend am 18.10., 18 Uhr in der ASB-Geschäftsstelle

Wer zuhause einen Angehörigen pflegt, stößt rasch an Grenzen: keine Freizeit mehr, die beruflichen Anforderungen bleiben und die gepflegte Person lässt einen ihr Unglück spüren. Auch das Ausfüllen von Formularen und der Kontakt zu Ämtern kann herausfordernd sein.

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Hier setzt das Netzwerk Pflegebegleitung an, unterstützt vom ASB Karlsruhe, der Stadt Karlsruhe und dem Land.

Damit betroffene Familien vor allem in und um Durlach auf solche Begleiter zurückgreifen können, bauen Fabian Manske und Dorothea Samuelis-Kadolsky eine Gruppe auf. Die Koordinatoren laden herzlich zu einem kostenlosen Infoabend ein:

Aufbau einer Pflegebegleiter-Gruppe für Durlach
wann:
Donnerstag, 18.10.2018, 18 Uhr
wo:
Pforzheimer Straße 27a, 76227 Karlsruhe | Aula der ASB-Geschäftsstelle

„Wir zeigen, welche Impulse wir für ein nachbarschaftliches Netzwerk in Durlach sehen und geben können“, sagt Manske, „und auf welchen Fundus an Erfahrungen und fachlichen Einblicken man bei uns zurückgreifen kann.“

Der Ergotherapeut setzt sich neben seiner Arbeit in den ASB-Seniorenresidenzen Blumenwinkel (Durlach) und Am Park (Südoststadt) für das Netzwerk ein. Dorothea Samuelis-Kadolsky treibt die Idee in ihrem "Unruhestand" ehrenamtlich voran, motiviert durch eigene Lebenserfahrung.

Von den Machern des Formats „Café Auszeit“

Initiator ist der Arbeiter-Samariter Bund Baden-Württemberg e.V. (ASB) Region Karlsruhe, der personell und organisatorisch aushilft. Das Seniorenbüro der Stadt Karlsruhe unterstützt die Anlaufstelle. Das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg stellt Hilfe aus Mitteln des Landes bereit, Gelder der gesetzlichen Pflegeversicherung kommen hinzu.

Bereits bekannt ist das Veranstaltungsformat „Café Auszeit“ der Pflegebegleiter: Einmal monatlich können pflegende Angehörige in einem Café am Ort (Café Kehrle) abschalten und im Gespräch mit Anderen Empathie und Rückhalt erfahren.

ASB-Regionalgeschäftsführer Dr. Andreas Bröker kommt es auf vernetzte Nachbarschaften an „oder, wie man heute sagen würde, das Quartiersmanagement. Das wollen wir von unserer Seite an einem ganz neuralgischen Punkt unterstützen.“ Wer sich, so Bröker weiter, ob plötzlich oder absehbar vor die Aufgabe gestellt sehe, die Pflege eines Angehörigen zu meistern, „soll in dieser meist belastenden Lebenssituation einen Partner an seiner Seite wissen – nämlich die ehrenamtlich tätigen Pflegebegleiter.

„Die Pflegebegleiter haben ein offenes Ohr für persönliche Anliegen und können zum Beispiel auch dann, wenn die fünf Stufen vorm Haus für Schlaganfallpatienten zur Hürde geworden sind, mit Tipps helfen.“

In Durlach wird es beim ASB ab November ein Angebot geben, das pflegende Angehörige auf seine Art entlasten soll: Die „Nachtpflege“ richtet sich an pflegebedürftige Menschen, die einen unregelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus haben und sich schwer tun, nachts zur Ruhe zu kommen.

Zu unseren Fotos

Foto 1 | Rat und Hilfe unter Nachbarn:  An Fabian Manske, den Initiator des Projektes, können sich Betroffene mit Fragen wie diesen wenden: Welche professionellen Stellen in Karlsruhe helfen mir weiter? Wie verbessere ich meine eigene Pflegesituation? Und wer hat auch mal für mich ein offenes Ohr? Das Konzept des ASB e.V. Region Karlsruhe zielt auf nachbarschaftliche Verbindungen.

Foto 2 | Gemeinsam für die Idee: Ursula Gangnus und Fabian Manske (weiße T-Shirts) finden als Pflege­begleiter unter dem Dach des ASB in Durlach viele Unterstützer: Regionalgeschäftsführer Dr. Andreas Bröker (vorne r.), dahinter (v.l.) Karl Drexler vom ASB-Hausnotruf, Alexander und Heike Halfmann vom ASB-Wünschewagen und Martina Bullmann, die Angehörigen mit Palliativ-Wissen weiterhilft.