Baden-Württemberg e.V. Region Karlsruhe

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Der ASB Karlsruhe etabliert sich als Ausbildungsbetrieb und steht zum neuen Angebot Nachtpflege | Einsatzzahlen Ehrenamt stabil

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) darf sich in der Region über zahlreiche einsatzbereite Kräfte freuen: „14.440 Stunden leisteten unsere Helfer auf ein Jahr gerechnet im Ehrenamt“, so Carsten Schmidt auf der Mitgliederversammlung des Regionalverbands am Mittwoch Abend (02.10.).

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Die Zahl der Aktiven lag bei rund 130 Personen, berichtete der Erste Stellvertretende Vorsitzende des ASB Karlsruhe weiter.

Als positiv für Bürger, Patienten, Kunden und Mitarbeitende wertete der Vorstand ebenso den Einsatz des im April neu angeschafften Notarzt-Einsatz-Fahrzeugs (NEF) am Standort Durlach, die Beharrlichkeit beim Thema Nachtpflege sowie die Ansätze in der Ausbildung im Vorgriff auf die generalistische Pflegeausbildung ab 2020.

ASB-Sanitätsdienste, Notfallhilfe, Pflegebegleitung und Wünschewagen-Fahrten

Carsten Schmidt vom ASB Karlsruhe zählte im Berichtszeitraum 24.570 „Helferstunden“, davon allein 7.380 bei Sanitätsdiensten für Sport-, Betriebs- oder Lauf-Events in der Region. Gemeint ist die Zeit von Beginn 2018 bis Ende September 2019. In dieser Zeit investierten freiwillige Kräfte des ASB zusammen 6.224 Stunden in die Aus- und Fortbildung.

Auf bald 1.000 Stunden kommt die ehrenamtliche Hilfe für Senioren. Carsten Schmidt: „Unterstützen bei Arztbesuchen und Einkauf, gemeinsam spazieren, singen, basteln oder einfach nur ein offenes Ohr – 83 Stunden je Helfer, vielen Dank auch dafür!“

24-Stunden-Notfallhilfe in Marxzell und Langensteinbach, begleitete Fahrten von Menschen in ihrer letzten Lebensphase im ASB-Wünschewagen, Einsätze in Drohnen- oder Motorrad-Staffel – der Ehrenamts-Koordinator brachte die zahlreichen Sparten auf einen Nenner:

„Eure Leistungen suchen ihres gleichen!“ Sein Dank galt ebenso dem hauptamtlichen Personal: „Hier erfahren wir die Unterstützung, die unser ‚Zweitleben‘ einfacher macht.“

ASB-Ausbildungssparten Rettungsdienst und Pflege

Für die Sparte Rettungsdienst präsentierte Christoph Nießner, ehrenamtlicher Vorsitzender des ASB Karlsruhe und Leitender Notarzt der Stadt Karlsruhe, Einsatzzahlen. So sind die Notarzt-Einsatz-Fahrzeuge (Kürzel: NEF) seit Jahresbeginn 1.990 mal von der Wache in Durlach ausgerückt.

Seit April ist ein neues Fahrzeug im Fuhrpark: ein Mercedes Benz Vito 116 CDI mit 120 kW (163 PS), 7-Gang-Automatik und permanentem Allradantrieb.

„Ein Fahrzeug mit neuestem Equipment“, wie Nießner betonte, „das unsere Entschlossenheit unterstreicht, auch nach dem Wegfall der Paracelsus-Klinik Versorgungssicherheit zu bieten – für die Menschen in Durlach, den angrenzenden Karlsruher Stadtteilen und in den Bergdörfern.“ Das bereits etwas ältere Schwester-NEF der ASB-Wache am srh-Klinikum in Langensteinbach verzeichnete 287 Einsätze seit Jahresbeginn.

Der ASB empfiehlt sich als Arbeitgeber und Ausbilder in Rettungsdienst und Pflege. „Wir wissen von unseren Teams in der Pflege, dass der Dienst am Menschen im Alter eine erfüllende, Sinn stiftende und attraktive Arbeit ist“, sagte Nießner.

Vorgriff auf die generalistische Pflegeausbildung

Wer seine Ausbildung zum Pflegefachmann bzw. zur Pflegefachfrau (m/w/d) beim ASB absolviere, dem stünden viele Standorte, zahlreiche Einsatzfelder und beste Aufstiegs-Perspektiven offen. „Ein Vorteil“, so der Vorsitzende Nießner, „der sich aus den Strukturen unseres großen Verbands ergibt.

Darüber hinaus etabliert sich der ASB Karlsruhe als „verlässlicher Ausbildungsbetrieb“ (Nießner): Man lade Neulinge zu einem Azubitag und habe das Pflegeteam soeben um eine zweite Praxisanleiterin verstärkt – „ein Vorgriff auf die generalistische Pflegeausbildung“, wie Nießner erklärt. „Wer beim ASB lernt, soll sagen können, ‚die haben mich gut ausgebildet‘, und im Idealfall bleiben.“

Junge Menschen könnten beim ASB vieles ausprobieren: stationäre Pflege, ambulante Pflege und die Gerontopsychiatrie: „In zwei unserer Pflegeheime gehen wir in beschützenden Bereichen bereits besonders auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz ein.“

Die neu erbaute ASB-Seniorenresidenz Bretten am Saalbach, die über ein solches Angebot verfügt, ist zwei Monate nach Beginn bereits mehr als zur Hälfte belegt.

Wichtiges neues ASB-Angebot: Nachtpflege

Für die neue, bei vielen noch unbekannte Nachtpflege an der Pfinz in Durlach verzeichnet der ASB Karlsruhe jetzt nach beharrlichem Werben den ersten Vertragsabschluss. „Das freut uns sehr“, sagte der Geschäftsführer des ASB Region Karlsruhe Daniel Groß:

„Denn das, wie wir sagen, teilstationäre Angebot entlastet die Angehörigen von Pflegebedürftigen nachts und schließt so eine Lücke im Pflege-Portfolio. Eine Nacht ab 18 Uhr bei uns, dann wieder zu Haus, das ist sicher eine gute Alternative zum Pflegeheim.“

Wer einen Angehörigen mit unruhigem Schlaf-Wach-Rhythmus pflege, tanke in den Nachtpflege-Nächten neue Kraft und könne abends ohne schlechtes Gewissen auch einmal wieder zu Stammtisch oder ins Kino.

Info | Die ASB-Nachtpflege steht unter Tel. 0721/49008-140 mit dem Ziel bereit, Familien mit der jeweils passenden Struktur optimal zu entlasten. Auch per E-Mail lassen sich Anfragen an das Team von Christine Kessler richten: asb-tp-pfinz(at)asb-ka.de.

ZU UNSEREN FOTOS

1 | Das neue Notarzt-Einsatz-Fahrzeug: Seit April verstärkt ein Fahrzeug mit neuestem Equipment den ASB-Rettungsdienst in Durlach.

2 | Der ASB-Rettungsdienst in Durlach: Ein Notarzt und ein Notfallsanitäter, hier Slavi Winziger hinterm Steuer, rücken bei Anruf der 112 gemeinsam aus.

3 | Empfang für die ASB-Mitglieder: Der Regional-Verband Karlsruhe informierte am 02.10. über die Einsatzzahlen im Ehrenamt und neue Projekte.

4 | Aufstiegschance für Auszubildende: Der ASB-Azubitag
am 03.09. führte junge Fachkräfte aus der Pflege, Bufdies und FSJ‘ler zum Kletterpark auf dem Turmberg.

5 | Treffpunkt für alle ASB-Kräfte: Am 27.09. luden Geschäftsführung und Vorstand Belegschaft und Ehrenamtler zum beliebten Hoffest nach Durlach.

6 | Flagge für Engagement in Karlsruhe: Beim „Markt der Möglichkeiten“ am 15.09. zeigten sich die Pflegebegleiter, Erste Hilfe-Ausbildungs- und Wünschewagen-Team.