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ASB-Seniorenresidenz Bretten am Saalbach stellt im Betrieb ihre Besonderheiten unter Beweis

Gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft hat der ASB heute (20.9.) seine neue Seniorenresidenz Bretten am Saalbach feierlich eröffnet. Gut sieben Wochen nach Inbetriebnahme ist das Haus nun zur Hälfte belegt.

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„Bereits mehr als 40 Menschen in der City ein Zuhause zu bieten ist ein schönes Gefühl“, sagte Daniel Groß, Geschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) Region Karlsruhe, der das Haus betreibt.

In der Tages­pflege, die ebenfalls in Betrieb ist, gibt es noch freie Plätze. „Wir können somit schnell reagieren und sind für vieles offen“, hieß es heute beim Festakt des ASB in Bretten.

Die Seniorenresidenz hatte Anfang August die ersten sechs Bewohner aufgenommen, nach und nach kommen weitere hinzu. Das Haus bietet stationäre Pflege für 87 Menschen in zwei Gebäudeflügeln.

Der eine steht an der Wilhelmstraße und beherbergt im Erdgeschoss die Tagespflege. Der zweite weist quer dazu auf den Namens gebenden Saalbach hin. Der dritte Bauriegel Am Gottesackertor ergänzt das Ensemble um 26 Seniorenwohnungen, für die bei Bedarf ein ASB-Pflegedienst mit häuslicher Pflege bereitsteht.

„Dickes Dankeschön“ und „herzliches Willkommen“

Der grüne Hof in der Mitte der drei Bauriegel ist zum Saalbach hin offen. Geschäftsführer Daniel Groß sagte, er sehe damit den „Eindruck von Luftigkeit angenehm verstärkt“. Er dankte den Karlsruher Architrav-Architekten, der WLH Projekt- und Immobilienentwicklung GmbH in Ettlingen als Bauträger und der Baufirma Dreßler Bau mit Niederlassung in Rastatt, die ihm nun noch symbolisch einen Schlüssel für die ASB-Gebäude übergab.

„Die gute Belegung“, so Groß weiter, „zeigt, dass wir als Bauherr mit der Investition richtig lagen. Schon der Zuspruch bei unserem Tag der offenen Tür Ende Juli war enorm, nun dürfen wir sicher sein: Der ASB empfiehlt sich auch in Bretten als gute Adresse. Wir sagen der Melanchthonstadt und ihren Bürgern als unseren Gastgebern ein dickes Dankeschön!“

Brettens Oberbürgermeister Martin Wolff ging in seiner Rede auf die „Lage direkt am Rande der Brettener Altstadt“ ein. Mit Blick auf „die vielen Seniorinnen und Senioren unserer Stadt“ sagte er:

„Es ist mir wichtig, Sorge dafür zu tragen, dass für unsere älteren und insbesondere pflegebedürftigen Mitbürgerinnen und Mitbürger in ihrer gewohnten Umgebung eine kompetente Betreuung angeboten wird und mit dem Arbeiter-Samariter Bund Karlsruhe haben wir hierfür einen erfahrenen Träger an unserer Seite“.

Dem Team der Senioren­residenz und den Bewohnerinnen und Bewohnern gelte vor diesem Hintergrund „ein herzliches Willkommen“.

Bau- und Betriebs-Expertise im ganzen Land

71 Pflegeheime betreibt der ASB landesweit. „Der ASB in Baden-Württemberg ist ein starker Verein“, gab sich der Vertreter des Landesverbands Karl-Eugen Altdörfer heute überzeugt: „Wir geben mehr als 4.300 Menschen im Alter ein Zuhause und gehören zu den größten Trägern in der Altenhilfe im Land.“ Altdörfer ist stellvertretender Landesvorsitzender und Mitglied im ASB-Bundesvorstand.

Bereits am 12. Juli 2017 beim Spatenstich und am 7. November 2018 beim Richtfest dabei, sei er „gerne wieder hier. Ich freue mich, dass die neu erbaute Seniorenresidenz Bretten am Saalbach so schön geworden ist.“

Entscheidend für Bewohner und Gäste sei, „dass sich die nötige Funktionalität für das Angebot aus stationärer Pflege, Tagespflege, Betreutem Wohnen und dem angegliederten Ambulanten Pflegedienst mit einem ansprechenden und schönen Gebäude verbindet“.

Erst Mitte August hatte der ASB die Parkresidenz am Neckar in Heidelberg-Ziegelhausen eröffnet. Auf Landesebene reicht die letzte Eröffnung nur Wochen zurück, auf regionaler sind es acht Jahre.

„2011 haben wir im Karlsruher Stadtteil Oberreut das später umbenannte Haus Lucia Hug eröffnet“, berichtete Christoph Nießner. Der ehrenamtliche Vorsitzende des ASB Region Karlsruhe ist Leitender Notarzt der Stadt Karlsruhe und als Landesarzt im ASB Baden-Württemberg e.V. aktiv.

„Rund 15 Mio. Euro für Gebäude, Grund und Ausstattung sind ein Wort“, sagte er mit Blick auf den Bau. „Doch der weitere Schritt in den Landkreis war richtig“, sagte er an die Gäste gerichtet.

„Wir nennen uns gern eine ‚wachsende Familie‘. Wenn man Karlsruhe, Bruchsal, Ubstadt-Weiher und jetzt Bretten sieht, dann stimmt das. Wir überzeugen als engagierte Hilfsorganisation und sind zugleich verlässlicher Arbeitgeber für eine immer größere Zahl an Mitarbeitenden – Teamspirit ASB.“

„Werdenfelser Weg“ und „Palliative Care“ als Besonderheiten

Sandra Hotz, die Leiterin der ASB-Seniorenresidenz, will die Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner, individuell betreut und gepflegt zu werden, stets an die erste Stelle gesetzt sehen und hält ihr Team „fachlich stets up to date“. Als Beispiel nannte sie den Werdenfelser Weg.

Dies ist ein Ansatz, den der ASB Baden-Württemberg verfolgt, um (gerichtlich genehmigte) freiheitsentziehende Maßnahmen wie mechanische Vorrichtungen oder den Einsatz von Medikamenten weitestgehend auszuschließen.

Sandra Hotz machte es anschaulich: „Bei uns gibt es Niederflurbetten statt Betten mit Gitter. Und wer in unserem beschützenden Bereich wohnt, Bewegungsdrang hat und Gefahr laufen könnte, sich aus Unachtsamkeit zu verletzen, für den gibt es Helme für das freie Umhergehen.“

Wichtig sei zudem, so Sandra Hotz am Rande der Feierlichkeiten, Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu begleiten. Der Fachbegriff hierfür: Palliative care. Sandra Hotz: „Wir stehen in dieser herausfordernden Situation fachlich geschult und mit Empathie an der Seite der Familien mit ihren Angehörigen, die uns anvertraut sind. Neben diesen schweren, aber wichtigen Themen schreiben wir immer auch die Lebensfreude groß. Wir feiern das Leben, mit Kunst, Musik und Wellness!“

Anders als Sandra Hotz, die ein „ASB-Eigengewächs“ aus Ubstadt ist, kam die Leiterin der Tagespflege kurzfristig neu hinzu. Christine Lindenfelser war in Bad Schönborn als Pflegedienstleiterin in einer Einrichtung tätig, die kürzlich schloss.

Bretten sei für sie „die Chance, das Zwischenmenschliche im Zusammensein mit älteren Menschen“ einzubringen. „Reden, Lachen, gemeinsam Zeit verbringen“, das nannte sie als ihren Ansatz: „Wo ich verstanden werde, bin ich zu Hause. Gemeinsam, nicht einsam.“

Der ASB-Pflegedienst Am Saalbach steht jeweils mittwochs von 09:00 bis 15:00 Uhr in der Seniorenresidenz in Bretten für Interessenten bereit. Anrufe unter 07252 / 58617-82 werden durchgehend auf das Büro mit Sitz in Bruchsal weitergeleitet.

Von dort aus ist das Team mit Pflegefachkräften und hauswirtschaftlichen Mitarbeitenden für die Menschen in Bruchsal und Bretten da. Dies gilt für sämtliche Ortsteile entlang des Saalbachs: Heidelsheim, Helmsheim, Gondelsheim, Unter- und Obergrombach sowie Diedelsheim, Gölshausen, Bauerbach, Rinklingen, Büchig und Neibsheim.