Karlsruhe, 07. September 2021

Haus Lucia Hug des ASB plant „Fest der Sinne“ in Oberreut | Bei anhaltender Vorsicht: Zehnter Geburtstag mit geladenen Gästen

„Wir machen das Beste aus der Situation“, sagt Natalie Friesen. Sie leitet das Haus Lucia Hug des ASB an der Wilhelm-Leuschner-Straße in Oberreut. „Wir laden Bewohnende, Angehörige, Freunde und Betreuer ein und leiten die Gäste weitläufig durch die Flure und ins Freie auf die Terrasse im ersten Stock.“ Über drei Stunden soll das Fest der Sinne, wie sie es nennt, gehen. Auftakt am Nachmittag des 23. September ist ein ökumenischer Wortgottesdienst.

Das im Jahr 2011 eröffnete Pflegeheim des Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) präsentiert sich pünktlich zum Geburtstag im frischen Look. Lavendel, Minzgrün und Apricot geben den Etagen ihren Akzent. 89 barrierefreie Zimmer und eine integrierte beschützende Wohneinheit sind hier im Alter das Zuhause auch für an Demenz erkrankte Menschen. Seit Mai schon freuen sich die Bewohnenden über ein farbenfrohes Aquarium. Im ersten Stock im Gemeinschaftsraum ist es für alle ein Blickfang. Neue Möbel bereichern hier und da die gewohnte Behaglichkeit.

„CakePops“ zaubern Farbe in jede Hand, Bilderschauen nehmen mit auf Reisen

Zum Fest hat sich die Leiterin viele Gedanken gemacht. Es gibt Musik und Bilderschauen: „Sie laden zu einer beschwingten Tour an die schönsten Orte der Stadt: den Rhein zum Beispiel, den Zoo, das malerische Durlach.“ Bei einem Glas Sekt (alkoholfrei) lädt eine kleine Foto-Ausstellung ein, Bauphase und Historie des Hauses nachzuvollziehen. Um die Sinne anzuregen, hat Friesen eine kreative Konditorin mit ihren kunstvollen Küchlein aufgetan. Neben Macarons und Miniwindbeuteln gibt es für die Gäste sozusagen Miniküchlein am Stiel.

Mit Vanille-Glasur und Streusel-Deko sehen diese „CakePops“ wie Lollis aus. Sie zaubern zur Kuchenzeit Farbe in jede Hand. Den beliebten Kartoffelsalat hält das Team der Hauswirtschaft in Schalen bereit - auch dies eine Idee zum Einhalten der Hygiene: zugreifen, durch die Flure streifen und so auch Abstand halten beim Verzehr. „Bei anhaltender Vorsicht holen wir uns im Kleinen etwas vom ‚alten‘ quirligen Leben zurück“, erklärt die Leitende der Einrichtung. „Bei Feiern wie im Alltag bringt jede, jeder vom Team sich ein und gibt sein Bestes.“

„Ein Dankeschön an Team und Bewohnerschaft“

Der ehrenamtliche Vorsitzende des ASB Region Karlsruhe Christoph Nießner weihte das Haus Lucia Hug vor zehn Jahren mit ein. Heute, mit Blick auf die Pandemie, sagt er: „Gemeinsam wurden ungeahnt schwierige Wochen und Monate tapfer durchstanden. Ein Fest, lebendig, für die Sinne, in diesen Tagen – das ist auch ein Dankeschön an Team, Bewohnerschaft und Angehörige. Und ein Ansatz von uns, das, was alle zusammen leisten, anzuerkennen.“

ASB-Regionalgeschäftsführer Daniel Groß stellt den Anspruch heraus, den er für die vom Wohlfahrtsverband betriebenen Pflegeheime sieht: „Wir schaffen, wo wir uns als Bauherren einbringen, alle Voraussetzungen für optimierte Abläufe und hohe Lebensqualität im Alter. Das haben wir in Bretten gemacht, das gilt für Karlsruhe. Es freut mich zu sehen, dass der Bau in Oberreut diesen Anspruch auch im zehnten Jahr des Bestehens für die Menschen erfüllt.“


Der Name

Eröffnet wurde das heute gefeierte Haus im September 2011 als Seniorenresidenz Oberreut. Anfang 2015 wurde es zu Ehren von Lucia Hug posthum umbenannt. Sie war von 1998 bis zu ihrem Tod im Jahr 2014 mit 70 Jahren ehrenamtliche Vorsitzende des ASB Region Karlsruhe und wurde für ihr Engagement auf besonders hohe Weise ausgezeichnet: mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

In der Rolle der Gastgeberin

Die 42-jährige Natalie Friesen übernahm kürzlich die Leitung der Einrichtung in Oberreut. Der Anlass, überraschend: Im Februar verstarb Hannelore Pantel im Alter von 63 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit. „Das war ein Schock für uns alle“, sagt Friesen, zu dem Zeitpunkt ASB-Pflegedienstleiterin. Die Trauerfeier zeugte von großer Anteilnahme. „Herausgestellt wurde ihre direkte, ehrliche Art und ihr geschätzter Humor“, sagt Friesen, „ein Ansporn auch für mich.“


Foto "Zehn" | Ein Geburtstag mit Gästen: Nathalie Friesen (l.) leitet das Haus Lucia Hug des ASB. Sie freut sich über die Gemeinschaft an der Wilhelm-Leuschner-Straße und plant für Bewohnende und Angehörige zum Zehnten ein farbenfrohes Fest. Mitarbeitende der ersten Stunde in Oberreut: Elisabeth Matalla, Verwaltung. | Bildnachweis: ASB Karlsruhe

Haus Lucia Hug

| Besonders am Haus der Samariter in Oberreut sind die Erker mit Sitzecken. Sie laden zum Plauschen, Entspannen und Verweilen ein. Streifzüge durchs Haus offenbaren großzügige Gemeinschaftsräume und immer wieder veränderte Perspektiven.

Zu denen, die dieses ansprechende Ambiente schätzen und bald nach Eröffnen einzogen, zählen heute noch Ingeborg Hambrecht, 72 Jahre, und Karin Kienzler, 85 Jahre. Sie stammen wie die meisten im Haus aus dem Quartier.

In Karlsruhe stark gefragt ist der „beschützende Bereich“ für Personen mit Demenz: Eine eigene Wohneinheit, überschaubar und ergotherapeutisch betreut, stellt den Menschen in den Mittelpunkt: seine Geschichte, Beziehungen und individuellen Bedürfnisse.


Foto "Hände" | Geborgen im Quartier: Gemeinsam mit Angehörigen und Betreuenden erhalten Mitarbeitende im Haus Lucia Hug Menschen im Alter ein möglichst selbstbestimmtes Leben. Unser Bild zeigt v.l. die Leiterin Natalie Friesen und stellvertretend für das Pflegeteam (im roten Dress): Alena Bolz, Szeljana Miteva, Melanie Filaus, Stefan Stillger und Patrick Isagan. Elisabeth Matalla aus der Verwaltung unterstützt. | Bildnachweis: ASB Karlsruhe


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