Karlsruhe, 22. Juni 2021

ASB Karlsruhe unterstützt Gustavo Alàbisos Doku zur Corona-Zeit | Vorschau auf einen Rückblick in Fotos, die auf ihre Art einzig sind

Menschen, die eine unvorhergesehene Pandemie im Alltag trifft wie eine Revolution, sind der Stoff für die Foto-Dokumentation von Gustavo Alàbiso. Ihr Arbeitstitel: „Bleiben Sie gesund!“. Dafür nahm der Karlsruher Dokumentar-Fotograf auch Einsatzkräfte des Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Region Karlsruhe in den Blick. Als Gesamtschau sollen die Fotos Anfang 2022 im Regierungspräsidium und Am Alten Schlachthof zu sehen sein.

Die Foto-Dokumentation bricht das Weltgeschehen der Pandemie herunter auf die Realität in Karlsruhe. „Rettungswagen, Notarzteinsatzfahrzeuge, Krankentransporte, dazu der Fahrrad-Drive-In und die Zentralstelle PoC – ich war überrascht, wie oft ich den ASB mit einem Mal überall in der Stadt wahrnahm“, sagt der 59-Jährige, der selbst gesund durch die Zeit kam. In Karlsruhe war der ASB mit unterstützenden Teststellen auch für den Bundesgerichtshof, das städtische Amt für Abfallwirtschaft sowie für einige Firmen zur Stelle.

Erstmals kam der 1962 in Pomeretto, Provinz Turin / Italien, geborene Fotograf Anfang 2021 mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) in Berührung, Fototermin in der Messe Karlsruhe: „Die mobilen Impfteams rückten aus, das war sehr beeindruckend, ein Lichtblick nach den Monaten des Stillstands. Kanülen, Pflaster, Desinfektionsmittel, Spritzen - und die blauen Thermoboxen mit dem Serum, eisgekühlt und heiß ersehnt. Das sind“, so Gustavo Alàbiso, „natürlich einzigartige Bilder.“

Die Foto-Dokumentation konzipierte er von Beginn an als Ausstellung: „einerseits, um die verschiedenen Ebenen der Dokumentation zusammen zu zeigen“, wie er sagt, „aber auch um Fotografien im Großformat zu präsentieren.“ Die Ausstellung sieht der freiberufliche Fotograf als „Raum auch für Begegnung“. Für sein Projekt verfolgte Alàbiso, der 25 Jahre für Zeitungen wie die BNN, Magazine und Bildagenturen berichtete, keine kommerzielle Absicht.

Anerkennende Resonanz für Engagement in herausfordernder Zeit

Für Tobias David, ASB-Regionalleiter in Karlsruhe, war rasch klar: „Eine Foto-Dokumentation über die Corona-Zeit unterstützen wir als Hilfsorganisation. Der Blick auf die Einsatzkräfte des ASB in Haupt- und Ehrenamt ist auch eine anerkennende Resonanz für ihr Engagement. Mit den Fotos entsteht eine eindrückliche Dokumentation einer außergewöhnlichen Zeit.“

Zuletzt nahm der Dokumentar-Fotograf so auch das Geschehen an der Zentralstelle PoC Am Alten Schlachthof in den Blick. Diese ist offizielle Teststelle für die Bürgerinnen und Bürger und machte sich seit Jahresbeginn zugleich als Anlaufstelle für Besuchende von Pflegeheimen in Stadt- und Landkreis Karlsruhe verdient. 150 Nasen-Abstriche in drei Stunden waren auch hier zu Spitzenzeiten keine Seltenheit.

Mission Testung sieben Tagen lang: Gut 30 Freiwillige sind dafür im Auftrag des ASB allein in und um Karlsruhe im Einsatz sind. Mit Sars-COV 2-Antigen-Schnelltests unterstützen sie Bewohnende und Mitarbeitende in den ASB-Seniorenresidenzen in Karlsruhe, Bretten und Ubstadt-Weiher. Sie eint der Wille, Menschen, die ihre Hilfe in Anspruch nehmen, damit etwas Sicherheit für den Alltag in der Pandemie zu geben, und Infektionsketten zu durchbrechen – und das nach ihrem Feierabend als Physiotherapeuten, Projektmanager oder Büroangestellte.

Gesehen mit den Augen eines professionellen Fotografen

Der Blick des Fotografen gilt dem, was von der Pandemie und dem Umgang damit sichtbar ist – Gesundheit und Senioren, Schule, Jugend und Kultur sind die Themen, die Alàbiso sich näher anschaute. „Ich stelle in der Regel die Fotos nicht, die ‚Mitwirkenden‘ zum Beispiel machen ihren Job und ich versuche, so gut es geht im richtigen Augenblick mit der Kamera dabei zu sein.“ Sein Arbeitsgerät, eine Fuji GFX 50r, setzt er wie beiläufig ein.

„Klar, meine Präsenz verändert etwas“, sagt er, „doch ich fotografiere vom ersten Moment an. Die Leute gewöhnen sich an mich und sind dann auch spontan, natürlich. Das ist mein Ziel: Die Dokumentation soll ihrerseits ganz natürlich sein, statt künstlich oder gestellt zu wirken.“

Foto 1 | Ein professioneller Blick fürs Außergewöhnliche: „Das Licht, ein Gesichtsausdruck, eine besondere Situation, das ist es, was mich interessiert“, so Gustavo Alàbiso. | Bildnachweis: ASB Karlsruhe

Info

  • Ihr fehlt mir!!!”, der erste Teil der Foto-Dokumentation, beschäftigt sich mit dem ersten Lockdown zur Eindämmung des Corona-Virus im vergangenen Jahr. Skizziert ist dies in einem auch online abrufbaren PDF: https://www.alabiso.de/wp-content/uploads/alabiso-fotoprojekt-corona-ihr-fehlt-mir.pdf.
     
  • Der zweite Teil trägt den Arbeitstitel „Bleiben Sie gesund!“ und zeigt Szenen und Räume von März 2020 bis zum Ende des zweiten Lockdowns in diesem Jahr. Für die Logistik der Ausstellung sucht der freiberufliche Dokumentar-Fotograf derzeit Sponsoren.

K o n t a k t für Medien- oder Kooperationsanfragen

Gustavo Alàbiso | Fotograf | Heckenweg 55, 76199 Karlsruhe | Mobil: +49 (0) 170 21 08 004 | www.alabiso.de/ihr-fehlt-mir/


Foto 2 | Austausch über Engagement: Marvin Schuchert, seit der Inbetriebnahme der Zentralstelle PoC im Februar intensiv für den ASB ehrenamtlich aktiv, und Fotograf Alàbiso im Gespräch. | Bildnachweis: ASB Karlsruhe


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Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Baden-Württemberg e.V.
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