Baden-Württemberg e.V. Region Karlsruhe

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Im Notfall auf jeden Fall die 112

11.2. ist der Europäische Tag des Notrufs

Schnelle und adäquate Hilfe: Im Notfall erreichen Hilfesuchende europaweit gebührenfrei aus allen Fest- und Mobilfunknetzen unter 112 die Notfalldienste des jeweiligen Landes.

Stellen Sie sich vor, Sie geraten auf der Autobahn A7 zwischen Lyon und Marseilles in einen schweren Autounfall und werden verletzt – wüssten Sie, unter welcher Nummer Sie Hilfe anfordern könnten?

Die Mobilität innerhalb Europas ist hoch – sei es die Dienstreise, der Urlaub oder der Spontanausflug zum Einkaufen über die Grenze – weshalb eine europaweit einheitliche Notrufnummer Sinn macht und im Ernstfall Leben retten kann. „Bei Notfällen spielt der Faktor Zeit eine zentrale Rolle“, erklärt Dr. Andreas Bröker, Geschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bundes Baden-Württemberg e.V. Region Karlsruhe. „Damit bei der Suche nach der passenden Notrufnummer keine überlebenswichtige Zeit verloren geht, gilt seit 2008 die 1-1-2 innerhalb der gesamten EU.“

Leider wissen nur die wenigsten Europäer, dass diese lebensrettende Rufnummer auch über die Grenzen des eigenen Landes hinaus erreichbar ist. Aus diesem Grund wurde auf eine gemeinsame Initiative des Europäischen Parlaments, des Rats der Europäischen Union und der EU-Kommission 2009 der Europäische Tag des Notrufs ins Leben gerufen.

Der europaweite Aktionstag, der in diesem Jahr bereits zum zehnten Mal begangen wird, findet – passend zur Ziffernfolge – am 11.2. statt.

In Deutschland gilt die bundesweit einheitliche Notrufnummer 112, ebenso wie der Polizeinotruf, seit genau 25 Jahren und ist seit 2008 in 44 europäischen Ländern die offizielle Notrufnummer. Dazu gehören alle Mitgliedstaaten der EU sowie 16 weitere Nationen innerhalb Europas. Unter der 112 lassen sich hier die Notfalldienste gebührenfrei aus allen Fest- und Mobilfunknetzen erreichen.

Neue Mitgliedstaaten der EU müssen sich zur 112 bekennen. Sie muss nicht zwingend einzige Notrufwahl sein, doch als Notrufnummer verwendet werden. In einigen Ländern erreichen Hilfesuchende unter der dreistelligen Telefonnummer anstelle von Rettungsdienst und Feuerwehr die Polizei oder eine Vermittlungsstelle, die je nach Situation, an die entsprechenden Dienste weiterverbindet.

So helfen Sie richtig: Denken Sie bei einem Notruf an die 5 „Ws“: Was? Wo? Welche Verletzung? Wie viele? Warten auf Rückfragen! Der ASB e.V. Region Karlsruhe empfiehlt, einmal jährlich die Ersthelferkenntnisse aufzufrischen, um im Notfall zu wissen, was zu tun ist. Übrigens: Für ASB-Mitglieder ist ein Erste-Hilfe-Kurs pro Jahr kostenfrei!

Der ASB e.V. Region Karlsruhe bietet ein großes Spektrum an Erste-Hilfe-Lehrgängen an, die von „einfachen“ Grundkursen über spezielle Ausbildungen wie beispielsweise zum Evakuierungshelfer oder zum Betriebssanitäter bis hin zu individuellen Inhouse-Schulungen in Betrieben reichen.