Baden-Württemberg e.V. Region Karlsruhe

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Impressionen vom Azubi-Tag im Dezember: Ein Tag, der Eindrücke hinterlässt

Sie arbeiten in der Pflege, im Rettungsdienst, im Team der Ersten-Hilfe-Ausbildung, in der Verwaltung und für den Hausnotruf: die Auszubildenden des ASB e.V. Region Karlsruhe. Zusammen mit weiteren, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder als „Bufdis“ den Bundesfreiwilligendienst absolvieren, kamen sie am Nikolaustag 2017 zusammen. Warum? Um einander kennen zu lernen, aber auch um mehr über ihren Arbeitgeber und den Dienstort Durlach zu erfahren. Organisiert hatte diesen „Azubi-Tag“ die Jugend- und Ausbildungs-Vertretung (JAV) des ASB e.V. Region Karlsruhe.

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Durlach, 6. Dezember 2017, um die Mittagszeit: lebendiges Treiben in der Aula der ASB-Geschäftsstelle an der Pforzheimer Straße. Laura Werner von der JAV, die in dem Gemenge nur schwer auszumachen ist, wird die Anwesenden später zählen. 45 junge Kolleginnen und Kollegen haben sich zur Schnitzeljagd mit anschließendem Grillen auf der Terrasse angemeldet. Viele von ihnen sehen sich zum ersten Mal, denn ihre Einsatzorte sind über die ganze Stadt und im Kreis Karlsruhe verteilt.

Als der Geschäftsführer des ASB e.V. Region Karlsruhe, Dr. Andreas Bröker, in den Raum kommt, legt sich das Gemurmel. Gemeinsam mit der Betriebsratsvorsitzenden Monika Weber begrüßt Bröker die Schar: “Uns beim ASB sind junge Menschen als FSJ-ler/BFD-ler und als Auszubildende besonders wichtig. Daher haben wir sie alle für den heutigen Tag, sofern das irgendwie möglich war, vom Dienst in der Pflege, im Rettungsdienst und in der Verwaltung freigestellt.“

Wie Bröker weiter erläutert, erhielt die JAV ein Budget für diesen Tag: „Der Tag soll ganz für das gegenseitige Kennenlernen da sein. Deshalb sind die Teams auch bunt gemischt, über die verschiedenen Dienste hinaus. Ich wünsche allen Azubitag-Teams viel Freude und Erfolg!“

Acht Gruppen ziehen los, bei winterlichen Temperaturen und ausgestattet mit Straßenkarten und Smartphones. Die brauchen Sie, um die aufgesuchten Stationen als Nachweis im Bild festhalten zu können. Neben der ASB-Seniorenresidenz im Blumenwinkel gehören Turmbergbahn, Basler Tor, Schlossplatz und Raumfabrik zu den Zielen. 19 Fragen zu Geschichte und Besonderheiten der Durlacher Orte sind zu beantworten.

In der Aula baut Laura Werner von der JAV derweil zusammen mit Sophie-Marie Plag und Joshua Westermann das Buffet für die Azubis auf. Die angehende Kauffrau für Büromanagement Sophie-Marie Plag ist Protokollantin der JAV, Joshua Westermann aus dem Rettungsdienst Vorsitzender der JAV.

Auf der Terrasse, die zur ASB-Tagespflege an der Pfinz gehört, steht der Grill, der sonst bei Senioren-Festen im Haus Lucia Hug des ASB in Oberreut zum Einsatz kommt. Auch Präsente für alle Auszubildenden liegen bereit: Tassen, Thermoskannen, Thermobecher, Lautsprecher oder Linsen für Smartphones, mit dem das Fotografieren noch mehr Spaß machen soll – keiner geht leer aus.

Auch Jana Rottenbücher packt in der Aula selbstverständlich mit an. Sie betreut als Praxis-Anleiterin des ASB e.V. Region Karlsruhe die Auszubildenden der Pflege im Berufsalltag. Ihr Smartphone vibriert kurz. Sie hört eine Sprachnachricht ab und muss schmunzeln. „Wann müssen wir zurück sein?“ ist zu hören, im Hintergrund Lachen. „Wir haben ein bisschen Probleme mit der Karte. Also es kann dauern.“ Gruppe 7 hat im Stadtgebiet offenbar kurz die Orientierung verloren.

Nach und nach laufen bei Jana Rottenbücher nun Selfies und kunstvolle Fotos von den Stationen der Schnitzeljagd zusammen: Impressionen von einem Tag mit viel Dynamik und der Freude, sich ungezwungen zu begegnen. Andreas Müller, Azubi im Rettungsdienst, sagt später: „Ich fand es schön zu sehen wie viele Azubis, FSJ und BDF´ler es bei uns gibt.“ Und Özge Aydin, die in der Verwaltung die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement absolviert, sagt: „Mir hat an der Schnitzeljagd gefallen, dass wir uns im Team beweisen mussten.“

Eben darauf kommt es auch Jana Rottenbücher an. „Ich bringe, wenn ich die Dienststellen besuche“, so die der Praxisanleiterin, „auch gerne die Auszubildenden aus unterschiedlichen Lehrjahren zusammen, für den Wissens- und Lerntransfer von gleich zu gleich.“ Schüler leiten Schüler an, so ihr Prinzip. Und sie ergänzt: Andere zu kennen helfe dem Einzelnen, berufliche Perspektiven in der Arbeitsgemeinschaft zu entdecken und Möglichkeiten zu erkennen, sich persönlich zu entwickeln.

Als am späten Nachmittag die ersten Gruppen zurückkehren, ist einigen anzusehen, dass die Nikolauskälte die Sehnsucht nach Tagen mit südlicher Wärme geweckt hat. „Im nächsten Jahr machen wir ein Lagerfeuer“, ruft jemand, bevor er seinen Becher mit heißem Kaffee füllt, um sich aufzuwärmen. Als alle wieder in der Aula versammelt sind, werten Laura Werner und Sophie-Marie Plag rasch die Fragebögen aus, um zu sehen, wer die meisten Punkte erzielt hat.

Die Informations-Sammler und Jäger greifen unterdessen beherzt zum Grillgut und zu Kartoffel- und Nudelsalat, den sie selbst zubereitet und mitgebracht haben, und verteilen sich auf die Tische. „Selbst wenn jetzt jemand mal für sich alleine saß“, so Jana Rottenbücher, „hat bei unserem Azubi-Tag jeder, so glaube ich, ein Bild von einer vielfältigen und interkulturellen Gemeinschaft mitgenommen“.

Für einen „gelungenen Tag“ sowie fürs Vorbereiten, Durchführen und Aufräumen dankt Geschäftsführer Andreas Bröker zum Schluss allen Beteiligten. Es ist Abend und längst dunkel, als der FSJ’ler Janusz Luszczek zu seinem Skateboard greift. Noch rasch mit aufs Gruppenfoto, dann rollt er zur Straßenbahn, nach Haus.